Noch ist es «nur» eine Versicherung für die halbe Million US-Angestellten von Amazon, Warren Buffett und J.P. Morgan. Doch bei Amazon-Chef Jeff Bezos ist das so eine Sache mit dem «Nur»: Meist bleibt es nicht dabei.

Man erinnert sich: Amazon war zuerst auch «nur» ein Buchladen im Netz, dann «nur» ein Online-Supermarkt. Es ist kein Wunder, dass die Nachricht, Amazon steige in den US-Gesundheitsmarkt ein, vergangene Woche Schockwellen durch die Industrie sandte. Der «hungrige Bandwurm», wie Buffett das US-Gesundheitssystem nannte, hat allen Grund, sich zu fürchten.

Was, wenn Bezos hier sein nächstes grosses Ding aufzieht? Was, wenn er seine Algorithmen mit den Informationen seiner Versicherten füttert? Was, wenn er seine Versicherung schon bald seinen Kunden anbietet?

Think big

Das Personal von Amazon Health Care jedenfalls ist erste Sahne. Bezos schickt seine HR-Frau Beth Galetti los. Buffett delegiert seinen möglichen Nachfolger Todd Combs.

Für das nötige Pharma-Know-how aber sorgt sie: Marvelle Sullivan Berchtold, Managing Director bei J. P. Morgan und vormals Head M&A bei Novartis. In dieser Funktion hat sie die Onkologie von GSK (16 Milliarden Dollar) gekauft – und das Impfgeschäft und die Tiergesundheit (5,3 und 5,4 Milliarden) verkauft.

Think big – das dürfte für diese Frau kein Problem sein.

(rai)

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