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Raiffeisen
Guy Lachappelle ist neuer Präsident von Raiffeisen

Guy Lachappelle Raiffeisen Nov 2018 an DV in Brugg
Guy Lachappelle: Die Delegiertenversammlung in Brugg wählt ihn zum neuen Präsidenten von Raiffeisen.Quelle: Keystone Images

Raiffeisen hat mit Guy Lachappelle einen neuen Präsidenten. Patrik Gisel ist nicht mehr Chef.

Von Marc Badertscher
am 10.11.2018

Die Raiffeisen Delegierten haben Guy Lachappelle zum neuen Verwaltungsratspräsidenten von Raiffeisen Schweiz gewählt. Die Wahl des früheren CEO der Basler Kantonalbank sei "mit überwältigendem Mehr" erfolgt, teilte Raiffeisen im Anschluss an die DV mit.

Die insgesamt 163 Delegierten von 246 Raiffeisenbanken wählten an der Versammlung in Brugg zudem die nominierten Karin Valenzano Rossi, Andrej Golob, Thomas Müller und Beat Schwab in den Verwaltungsrat.

Schlussstrich nach Ära Vincenz

Damit hätten die Delegierten "ein klares Votum für die Erneuerung abgegeben", schreibt Raiffeisen. Der neu neun Personen umfassende Verwaltungsrat umfasst damit keine Mitglieder aus der Ära des umstrittenen CEO Pierin Vincenz mehr.

Ebenfalls nicht mehr dabei ist der bisherige Chef Patrik Gisel. Noch vor der ausserordentlichen Delegiertenversammlung hatte die Bank mitgeteilt, der Verwaltungsrat und Gisel hätten dies vereinbart. Damit wird der für Ende Jahr geplante Rücktritt vorgezogen.

Heikle Beziehung

Dies solle die öffentliche Debatte um Gisels Person abschliessen und der Raiffeisen Gruppe ermöglichen, sich auf die zukünftigen Herausforderungen zu konzentrieren, heisst es in der Mitteilung. Michael Auer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung, wird demnach die operative Führung bis auf Weiteres sicherstellen.

Zuvor war bereits in den Medien über einen vorzeitigen Rücktritt Gisels spekuliert worden. Eine Beziehung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung mit einer inzwischen zurückgetretenen Raiffeisen-Verwaltungsrätin hat laut Medienberichten das Fass zum Überlaufen gebracht.

Reform 21

Die Delegiertenversammlung in Brugg erteilte der Raiffeisen Schweiz zudem ein Mandat, die nächsten Schritte des Reformprogramms "Reform 21" in die Wege zu leiten. Dies sei ein "wichtiger Meilenstein für die Grossgenossenschaft", heisst es in der Mitteilung.

Genehmigt wurde zudem das überarbeitete Vergütungssystem von Raiffeisen Schweiz. An der letzten Delegiertenversammlung im Juni in Lugano hatte eine Lohnerhöhung für den Verwaltungsrat im Jahr 2017 für viele Diskussionen gesorgt.

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