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Roberto Martullo tritt zurück

Roberto Martullo hatte in der letzten Zeit für einiges Aufsehen gesorgt. (Bild: Keystone)

Der «mediale Druck» war offenbar zu gross: Blocher-Schwiegersohn Roberto Martullo tritt als Präsident der SVP-Meilen zurück. Der Ehemann der Ems-Chemie-Chefin Magdalena Martullo-Blocher unterstützt di

Veröffentlicht am 11.02.2013

Roberto Martullo, Schwiegersohn von SVP-Vizepräsident Christoph Blocher, tritt als Präsident der SVP-Ortspartei Meilen zurück. Wie die Partei am Montagabend mitteilte, gab offenbar der «mediale Druck» den Ausschlag.

Der «massive Polarisierungsdruck der Medien» verhindere eine konstruktive Amtstätigkeit Martullos, heisst es in dem Communiqué. Die Generalversammlung wählt am 28. Februar einen neuen Ortspräsidenten.

Kantonalparteipräsident Alfred Heer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, er schätze Martullo. «Ich hoffe, dass er politisch weitermacht», wenn auch nicht als Präsident der Sektion. Es sei Martullos eigener Entscheid gewesen und er habe diesen auch begründet.

Roberto Martullo hatte in der letzten Zeit für Aufsehen gesorgt, weil er die Abzocker-Initiative von Thomas Minder befürwortet. Der Mann der Industriellen Magdalena Martullo-Blocher (EMS Chemie) steht damit im Gegensatz zum SVP-Vordenker Christoph Blocher und zur SVP-Mutterpartei.

Allerdings fassten etliche Kantonalparteien die Ja-Parole zu dem Volksbegehren. Martullo-Blocher selbst sieht weder die Initiative noch den Gegenvorschlag als wirklich tauglich an. Für sie wird die Wichtigkeit der Frage überschätzt.

(rcv/sda)

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