Die Börsenbetreiberin SIX muss einen neuen Verwaltungsratspräsidenten suchen. Romeo Lacher werde sein Amt spätestens zur Generalversammlung 2020 niederlegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Lacher gehört dem Gremium seit 2008 an und ist seit Anfang 2017 Präsident. Begründet wird der Rückzug damit, dass sich Lacher mittelfristig auf seine neue Funktion als Verwaltungsratspräsident der Privatbank Julius Bär konzentrieren wolle. Im Januar wurde Lacher für diesen Posten nominiert. Er soll im April 2019 gewählt werden. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet worden, teilte die SIX weiter mit. Bis zu seinem Ausscheiden wird Lacher die Transformation des Unternehmens weiter begleiten.

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«Niemand sonst baut eine komplett neue Börse»

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Die Haltung hat sich geändert

Im Januar hatte es noch geheissen, Lacher werde das Mandat bei der SIX trotz der neuen Aufgabe bei Julius Bär behalten. Dass Lacher bei der Ausübung der beiden Ämter in einen Interessenskonflikt geraten könnte, glaubte ein Sprecher damals ausschliessen zu können.

Denn die Interessen von Julius Bär bei der SIX, welche sich im Besitz von rund 130 Finanzinstituten befindet, würden indirekt von der Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement und Vermögensverwaltungsbanken wahrgenommen.

(sda/mbü)