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Staat zahlt drauf, wenn Frauen studieren

Weibliche Studenten: Ihr Studium verursacht Kosten. Keystone

Wenn Frauen studieren, entstehen keinem Staat mehr Kosten als der Schweiz, zeigt eine OECD-Studie. In den meisten Ländern verdient die öffentliche Hand daran, wenn Frauen sich hoch qualifizieren.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Bei der Hochschulausbildung der Frauen hat die Schweiz aus Sicht des Staates das schlechteste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Dies zeigt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihren 35 Mitgliedsländern. Kaufkraftbereinigt betragen die direkten öffentlichen Ausgaben für die Hochschulausbildung einer Frau hierzulande im Schnitt 107‘000 Dollar - die Lohneinbussen während des Studiums sind nicht eingerechnet.

Nettonutzen bei Männern beträgt 64'000 Dollar

Der Nutzen für die öffentliche Hand, gemessen an zusätzlichen Steuer- und Sozialeinnahmen von Frauen mit Hochschulabschluss -beläuft sich auf je 98‘000. Netto entsteht also ein Verlust von 9000 Dollar.

Das einzige andere Land mit einem Nettoverlust ist Chile (-3600 Dollar). Im OECD-Schnitt beträgt der Nutzen von Frauen mit Hochschulabschluss im Schnitt je 83‘400 Dollar (EU22: 108‘400). Am meisten an den Staat zurück geben die Frauen in Holland (246‘500 Dollar) und Irland (219‘000 Dollar).

Der Nettonutzen bei Männern mit Schweizer Hochschulbildung beträgt 64'000 Dollar. Das ist nur die Hälfte des OECD-Durchschnitts von 154‘000 Dollar (EU22: 190‘300). Am ergiebigsten sind die Investitionen in männliche Hochschulabgänger in Irland (429‘000 Dollar) und Holland (370‘800 Dollar).

(sda/me/mbü)
 

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