Das so genannte «Handelsblatt»-Ranking misst und vergleicht alle zwei Jahre den Forschungsoutput der deutschsprachigen Ökonomen und VWL-Institute. Es ist nun wieder erschienen (Paywall), und es benennt die Universität Zürich als produktivste VWL-Fakultät im deutschen Sprachraum – mit Vorsprung vor der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Diese Rangfolge galt schon bei der letzten Auswertung vor zwei Jahren. «Die Züricher haben eine sehr gute Finanzausstattung dank hoher Drittmittel», analysieren die «Handelsblatt»-Autoren: «Die hohen Schweizer Gehälter für Wissenschaftler und eine attraktive Region ermöglichen es, eine Vielzahl von sehr produktiven Talenten anzulocken und an sich zu binden – und sich so mit beträchtlichem Vorsprung an der Spitze des Rankings festzusetzen.»

Vergleich der Lebensleistung

Als Aushängeschild der Uni Zürich benannt wird Behavioural-Economic-Experte Ernst Fehr, der im «Handelsblatt-Ranking» der Ökonomen nach Lebensleistung Rang fünf belegt. An der Spitze dieses Sub-Ranking steht der emeritierte Zürcher Ökonom Bruno Frey (78), gefolgt von Bank-Experte Martin Hellwig (70).

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Im Einzel-Ranking der forschungsstärksten Volkswirte in und aus dem deutschsprachigen Raum kam Christian Dustmann vom University College London auf den Spitzenplatz; er forscht insbesondere über Migration und Arbeitsökonomie. Danach folgt Antoinette Schoar, die am MIT in Boston forscht – insbesondere über Verhältnisse zwischen Finanzwelt und Unternehmertum sowie über Führungsstil.

Als bestplatzierter Volkswirt mit Arbeitsplatz in Deutschland wurde der Gesundheitsökonom Holger Strulik gekürt.

Das «Handelsblatt»-Ranking basiert auf einer Auswertung der Veröffentlichungen in Fachzeitschriften beziehungsweise der Reputation der jeweiligen Journale. Die Liste wurde konzipiert und umgesetzt von Experten des ETH-Instituts KOF sowie des Instituts DICE der Uni Düsseldorf (zur Diskussion der Methodik).