1. Die zehn besten Schriftarten

Garamond
Quelle: Garamond

Garamond

Viele neigen bei Lebensläufen und Bewerbungen dazu, möglichst gebräuchliche Schriftarten wie etwa Times New Roman zu wählen. Tun Sie das nicht und weichen Sie auf schöne, leicht lesbare und frische Varianten wie Garamond aus. Die moderne Version hat den Vorteil, dass Ihr Lebenslauf einen klassischen, polierten Look erhält. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Lebenslauf auf ein bis zwei Seiten zu komprimieren, kann Garamond Ihnen helfen, mehr Text auf einer Seite einzufügen, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen.

Gill Sans
Quelle: Handelszeitung

Gill Sans

Diese einfache, anspruchsvolle Schrift, die in den 1920er Jahren in England entwickelt wurde, wird Ihrem Lebenslauf einen klassischen und gleichzeitig modernen Look verleihen. Sie ist leicht lesbar, auch auf mobilem und PDF-Format sowie auf Bildschirmen, und erscheint nicht flimmernd oder als Belastung für das Auge. Besonders im englischsprachigen Raum hat sich diese Schriftart bei Bewerbungen und Lebensläufen durchgesetzt, die BBC verwendet sie standardmässig. Sie finden diese Schriftart in Mac OS X und in einigen Microsoft-Programmen als Gill Sans MT.

Cambria
Quelle: Handelszeitung

Cambria

Lato ist eine serifenlose Schrift, die ursprünglich für den Gebrauch in Firmen entwickelt wurde. Der Designer der Schrift beschreibt Lato als «ernsthaft, aber freundlich» – und tatsächlich ist sie perfekt für Lebensläufe. Es gibt eine grosse Auswahl an Varianten und Stilen der Schrift. Da jedoch die Varianten Hairline, Thin und Light bei kleinen Grössen sehr schwer zu lesen sind, verwenden Sie besser die Standardvariante. Die Schriftart steht zum Download bereit (kostenlos für den persönlichen und gewerblichen Gebrauch). Auch Google Fonts führt die Schriftart.

Anzeige
Calibri
Quelle: Handelszeitung

Obwohl sie seit 2007 die Standard-Schriftart von Microsoft Word ist, wird Calibri immer noch nicht so oft verwendet wie Arial, die aus diesem Grund auf unserer «Worst»-Liste steht. Denn grundsätzlich sollten Sie zu häufig verwendete Schriftarten bei Ihren Bewerbungsunterlagen vermeiden. Die Schriftart Calibri hat viele nützliche Vorteile; die Karriereexpertin Donna Svei weist etwa darauf hin, dass die Eingabe von Calibri in einer Grösse von 12 Punkten etwa 500 bis 750 Wörter ergibt, die ideale Länge eines zweiseitigen Lebenslaufs – mehr wird Ihr Recruiter auch kaum lesen.

Constantia
Quelle: Handelszeitung

Constantia

Ein weiteres gut nutzbares Beispiel aus der Clear Type Font Collection von Microsoft: Constantia. Die runderen Buchstabenformen lassen sie freundlicher und weniger muffig aussehen als viele Serifenschriften (Serifen sind dünne Linien, die einen Buchstaben entgegen seiner Hauptrichtung abschliessen; achten Sie etwa auf die dünne Linie unter einem «F»). Die Schriftart eignet sich für die Verwendung sowohl auf Bildschirmen, ob Handy oder PC, und in gedruckter Form.

Lato
Quelle: Handelszeitung

Lato

Lato ist eine serifenlose Schrift, die ursprünglich für den Gebrauch in Firmen entwickelt wurde. Der Designer der Schrift beschreibt Lato als «ernsthaft, aber freundlich» – und tatsächlich ist sie perfekt für Lebensläufe. Es gibt eine grosse Auswahl an Varianten und Stilen der Schrift. Da jedoch die Varianten Hairline, Thin und Light bei kleinen Grössen sehr schwer zu lesen sind, verwenden Sie besser die Standardvariante. Die Schriftart steht zum Download bereit (kostenlos für den persönlichen und gewerblichen Gebrauch). Auch Google Fonts führt die Schriftart.

Didot
Quelle: Handelszeitung

Didot

Didot ist eine unverwechselbare Schrift mit gehobener Optik (entwickelt wurde sie in Paris). Diese elegante Schrift kann Ihrem Lebenslauf etwas mehr Stil verleihen und scheint besonders in der Modebranche und der Fotografen- und Fotografinnenszene beliebt zu sein. Ihre zarten Serifen zeigen sich jedoch am deutlichsten bei grösseren Grössen, sodass Sie Didot am besten für Überschriften und nicht für Textblöcke nutzen sollten. Wer seinen Namen über den CV setzen will, sollte auf Didot zurückgreifen.

Helvetica
Quelle: Handelszeitung

Helvetica

Diese Schweizer Sans-Serif-Schrift wird von vielen Typografen als die Königin der Schriften angesehen. Sie hat sogar einen eigenen Dokumentarfilm. Dank ihrer modernen, klaren Linienführung und Klarheit wird die Helvetica in allen Bereichen eingesetzt, von Firmenlogos (BMW, American Airlines, Microsoft) bis hin zu den U-Bahn-Schildern von New York City. Um Ihrem Lebenslauf ein sauberes und zeitgemässes Aussehen zu verleihen, das immer noch professionell ist, probieren Sie Helvetica. Im Mac-Betriebssystem ist die Schrift enthalten. Im Windows-System muss man sie kaufen.

Georgia
Quelle: Handelszeitung

Georgia

Georgia ist eine weitere Alternative zu Times New Roman. Diese Serifenschrift hat Buchstabenformen mit dickeren Strichen, die auch bei kleinen Schriftgrössen eine gute Lesbarkeit ermöglichen. Da die Schrift speziell für die Nutzung auf Computermonitoren und mit dem Ziel, möglichst viel Übersichtlichkeit herzustellen, entwickelt wurde, eignet sie sich perfekt dafür, Ihre Dokumente auf Monitoren und digitalen Darstellungsformaten auszuspielen. Wer den CV per PDF sendet, kommt an Georgia kaum vorbei.

Avenir
Quelle: Handelszeitung

Avenir

Diese vielseitige serifenlose Schrift hat ein sehr sauberes, klares Erscheinungsbild, das jedem Lebenslauf ein frisches und seriöses Aussehen verleiht. Es gibt mehrere Schriftvarianten, die Sie verwenden können, um die verschiedenen Abschnitte oder Kapitel Ihres Lebenslaufs zu unterscheiden, aber Sie sollten wahrscheinlich die Varianten Book und Light sowie alle komprimierten Versionen vermeiden – sie können schwer zu lesen sein. Avenir Next ist eine weitere gute Option; sie wurde als Nachfolgerin von Avenir veröffentlicht, um die Bildschirmfunktionen der Schrift zu verbessern.

2. Die zehn schlechtesten Schriftarten

Times New Roman
Quelle: Handelszeitung

Times New Roman

Diese Schriftart ist die wohl meistbenutzte der Welt. Und hier ist auch schon das Problem: Sie wirkt inzwischen beliebig und wenig einfallsreich. Ausserdem ist Times New Roman bei sehr kleinen Grössen, etwa bei PDF auf dem Handy, schwer zu lesen und stellt sich im Vergleich zu anderen Schriftarten auch nicht besonders gut auf Bildschirmen dar.

Futura
Quelle: Handelszeitung

Futura

Wie Gill Sans auf unserer Bestenliste wurde Futura in den 1920er Jahren entwickelt. Mit Eigenarten wie ungewöhnlich hohen Kleinbuchstaben und einem schwankenden Kontrast zwischen scharfen und runden Buchstabenformen eignet sich Futura eher zu dekorativem als zu seriösem Einsatz. Für nüchterne und textlastige Dokumente wie Anschreiben oder Lebensläufe taugt die Schriftart definitiv nicht.

Arial
Quelle: Handelszeitung

Arial

In der Kategorie der überbenutzten Schriftarten ist Arial ganz vorne mit dabei. Die Verwendung einer so gebräuchlichen und auch langweiligen Schriftart weist vor allem bei Bewerbungen für kreative Berufe auf Faulheit und Einfallslosigkeit hin. Ausserdem ist Arial im Grunde genommen eine Anpassung der Helvetica, die etwas lockerer und unregelmässiger in ihrer Konstruktion ist.

Courier
Quelle: Handelszeitung

Courier

Diese Schrift wurde entwickelt, um das Aussehen von Schreibmaschinenschrift zu imitieren, und später für die Verwendung auf echten elektrischen Schreibmaschinen angepasst. Schreibmaschinenoptik ist heutzutage nicht mehr gefragt, weder bei Lebensläufen, Anschreiben noch Motivationsbriefen. Versorgen Sie die Schriftart also getrost auf den Müllhaufen der Geschichte.

Brush Script
Quelle: Handelszeitung

Brush Script

Sie wollen Ihren Namen an die Spitze eines CV setzen? In einem Format, das wie eine Handschrift aussieht? Bitte verzichten Sie darauf! Und unterstehen Sie sich, dafür auch noch Brush Script zu verwenden. Inzwischen ist die Schrift so überstrapaziert, dass sie heute leider nur mehr billig und veraltet aussieht und nicht retro und nostalgisch (die Schriftart wurde 1942 entwickelt).

Comic Sans
Quelle: Handelszeitung

Comic Sans

Wenn Sie nicht schon seit einigen Jahren hinter dem Mond leben, werden Sie wissen, dass die Verwendung von Comic Sans als die Todsünde der Schriftwahl gilt. Sie wurde 1994 entwickelt, um den Look von Comic-Sprachblasen zu replizieren, und das ist alles, wofür sie geeignet ist. Der lässige, fast kindliche Look der Schrift macht sie in jedem ernsten Kontext ablenkend.

Century Gothic
Quelle: Handelszeitung

Century Gothic

Century Gothic hat einen eleganten, modernen Look, aber die Schriftart ist nach Expertenmeinung ein wenig zu unregelmässig für Lebensläufe. Darüber hinaus können die dünnen Buchstaben bei grösseren Textmengen nur schwer gelesen werden, besonders bei kleinen Grössen, etwa wenn Ihr Lebenslauf auf dem Handy studiert wird.

Papyrus
Quelle: Handelszeitung

Papyrus

Es gibt wirklich keinen guten Grund, warum jemand diese Schriftart für einen Lebenslauf verwenden sollte. Und nein, diese Schrift bringt keine exotische Note in Texte. Sie ist so verrufen (wahrscheinlich an zweiter Stelle nach Comic Sans), dass sie unter Schriftentwicklern zu einer Art Witz geworden ist – und Sie sich bei Verwendung garantiert lächerlich machen.

Impact
Quelle: Handelszeitung

Impact

Möchten Sie mit Ihrem Lebenslauf einen mutigen, selbstbewussten Eindruck hinterlassen? Dann brauchen Sie sicher keine fette, schwere Schriftart. Impact ist für die Verwendung bei Schlagzeilen grosser Boulevardzeitungen vorgesehen. Nur weil es auch Kleinbuchstaben gibt, heisst das noch lange nicht, dass man die Schriftart in Bewerberdokumenten nutzen soll – unlesbar!

Trajan Pro
Quelle: Handelszeitung

Trajan Pro

Ja, Trajan Pro macht einen würdevollen Eindruck – aber nur in Stein gemeisselt. Denn die Schrift wurde von den Buchstabenformen inspiriert, die in die Trajanssäule graviert wurden – ein Denkmal für einen römischen Kaiser. Die Schriftart hat nur Grossbuchstaben und keine Kleinbuchstaben, was sie ungeeignet macht, um lesbare Sätze in Ihrem Lebenslauf zu schreiben.

Fakten zum Thema

72 grosse internationale Firmen nutzen die Schriftart Helvetica im Firmenlogo. Darunter Fendi, Bayer, Kappa und American Airlines. 1927 ist das Jahr, in dem Futura entwickelt wurde – eine der erfolgreichsten Schriften für Firmenlogos, darunter die von Fedex und Swissair. 2005 entstand Proxima Nova, die von vielen Webfirmen als Schriftart für das Logo verwendet wurde, darunter Spotify und Twitter