Franz Carl Weber wieder auf Kurs zu bringen, ist kein leichtes Spiel. Und deshalb verstärkt nun Marcel Dobler sein Engagement. Er ist seit ­September nicht nur mit 50 Prozent an dem Spiel­warenhändler beteiligt, der FDP-Nationalrat und ­Digitec-Mitgründer amtet nun auch als Verwaltungsratspräsident, wie ein Handelsregistereintrag zeigt. «Ich will mich nächstes Jahr noch stärker einbringen und mehr Zeit investieren», bestätigt Dobler.

Vize­präsident ist neu Mitbesitzer Florian Sieber, Sohn des Patrons der deutschen Simba Dickie Group. «Wir haben entschieden, dass ich als Schweizer das Präsidentenamt übernehmen soll», sagt Dobler.

Zurück in die Gewinnzone

Auf seiner Taskliste stehen Themen rund um die Geschäftsentwicklung: Prozesse verbessern, neue Retailkonzepte erarbeiten, den Einkauf und den ­Onlineshop optimieren. Ziel ist, nächstes Jahr wieder in die Gewinnzone zu kommen. «Die Verschiebung zum Onlinehandel geht weiter. Wir müssen deshalb neue Geschäftsfelder erschliessen.» Welche das sind, will Dobler noch nicht preisgeben.

Bisher hatte der Spielwarenhändler die Transformation ins digitale Zeitalter verschlafen. Dem Vernehmen nach wurde zu wenig in die Zukunft investiert, und die Kosten gerieten ausser Kontrolle. Dobler und Sieber einigten sich deshalb mit dem ehemaligen Chef und Mitbesitzer Yves Burger, dass dieser zurücktritt und den beiden seine Anteile verkauft.

Benno Gmür leitet das Unternehmen mit schweizweit 18 Filialen interimistisch. Im Januar will Dobler über die CEO-Suche und die Zukunft von Franz Carl Weber informieren.

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