Die Aktien der Swatch Group legten am Montag zu, nachdem die Veröffentlichung einer preisgünstigen Swatch-Version der Omega Speedmaster-Uhr am Wochenende zu einem Ansturm auf die Geschäfte geführt hatte.

Mit einem Plus von 2,5 Prozent gehört das Papier zu den Gewinnern des Tages. Die Aktie legte am Montagmorgen sogar um vier Prozent zu, gab einen Teil der Gewinne im Verlauf des Tages aber wieder ab.

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Der Börsenhüpfer hilft dabei, das Minus seit Jahresbeginn aufzuholen. Swatch notiert immer noch knapp 8 Prozent unter dem Wert von Anfang Januar. 

Swatch x Omega

Swatch-Läden auf der ganzen Welt wurden am Samstag von Kunden belagert, die eine neue, preisgünstige Version der Omega Speedmaster-Uhr für 250 Franken kaufen wollten. Zuvor hatte es eine geheimnisvolle Marketing-Kampagne gegeben.

Von Melbourne über Hongkong bis Amsterdam standen Tausende von Käufern Schlange, um einen der neuen Zeitmesser zu ergattern, eine Zusammenarbeit zwischen der Luxusmarke Omega des Schweizer Uhrenherstellers Swatch Group und der Einsteigermarke Swatch. Die MoonSwatch genannten Zeitmesser ähneln der kultigen Speedmaster Professional, die als «Moon Watch» bekannt ist, weil sie von US-Astronauten getragen wurde. 

Der Hype hat mitunter dazu geführt, dass gewisse Exemplare online bereits für bis zu 10'000 Franken angeboten werden. Das übertrifft sogar den Preis des Omega-Originals. 

Die Lancierung der sogenannten Moonswatch-Kollektion sei ein «unglaublicher Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen hat», teilt die Swatch-Gruppe mit. Die Verkaufsmenge musste wegen des Andrangs limitiert werden – auf eine einzige Uhr pro Person. 

Angelehnt ist die neue Uhr an den Omega-Kult-Chronografen «Speedmaster». Bei diesem handelte es sich um die erste Uhr, die auf dem Mond getragen wurde und darum auch «Moonwatch» genannt wird. Das neue Einsteigermodell von Omega und Swatch ist um ein Vielfaches günstiger als das Omega-Original.

Tagesverlierer: Credit Suisse

Mit dem Einsteigermodell verbindet die Swatch-Gruppe Luxus und Alltagsaccessoire. Das Unternehmen hofft damit auch, weiter wachsen zu können. Nach einem pandemiebedingten Einbruch erholte sich der Uhrenmarkt insbesondere im günstigeren Preissegment zunächst nur langsam.

Insgesamt ist Swatch aber trotz globalen Unsicherheiten im vergangenen Jahr zweistellig gewachsen. Der Umsatz stieg nach dem Einbruch des Vorjahres um rund einen Drittel auf 7,31 Milliarden Franken.

Zu den Börsenverlierern des Tages gehört die Aktie der Credit Suisse – wieder einmal. Sie verliert über 2 Prozent. Die Bank ist wegen des Russlandgeschäfts ins Visier des US-Kongresses geraten: Demnach gebe es Berichte, dass die Credit Suisse Dritte aufgefordert habe, Kundendokumente zu schreddern, die mit Oligarchen zu tun gehabt hätten.

«Dieser Bericht gibt Anlass zu erheblicher Sorge darüber, wie die Credit Suisse die strengen Sanktionen einhält», schreiben zwei führende US-Abgeordnete. (ise)