Die Empfehlung von vergangener Woche, auf den Ausbruch des SPI über die Marke von 15’000 Punkte zu setzen, ging voll auf. Nach Durchbrechen der Hürde ging es mit dem breiten Schweizer Aktienmarkt gleich nochmals um rund 250 Punkte weiter nach oben. Vor dem Hintergrund nach wie vor geltender Nullzinsen dürfte beim SPI noch für einige Zeit nur eins gelten: The sky is the limit – es gibt keine (engen) Grenzen für den Index. Möglicherweise sehen wir dort Ende Jahr auch 17’000 Punkte oder mehr. Für den Einstieg auch spekulativ mit Hebel mit einem Zertifikat dürfte es damit noch nicht zu spät sein.

Gleiches gilt für Bitcoin. Zwar konnte die Kryptowährung jetzt aus der kurzfristigen Trading-Range nach oben ausbrechen. Aber bis zu den Mai-Hochs um 60’000 Dollar ist noch reichlich Luft nach oben, 50 Prozent Potenzial. Manche Analysten sagen Bitcoin auch sechsstellige Kurse voraus. Möglicherweise setzt sich die aktuelle Erholung des Computergeldes jetzt beschleunigt fort. Denn Bitcoin konnte vor wenigen Tagen erstmals seit mehr als drei Wochen wieder die psychologische Marke und den Widerstand bei 40’000 Dollar knacken. Nach dem Fall dieser Hürde haben viele Spekulanten jetzt möglicherweise bereits die 50’000 als mentale Zielmarke im Hinterkopf.

Der Preis für CO2 wird steigen

Zwar kann man ganz kurzfristig auf Sicht von wenigen Tagen oder Wochen beim Preis für CO2 keine Kurswunder à la Bitcoin erwarten. Doch in den nächsten Monaten oder Quartalen dürfte die Emission des Treibhausgases immer teurer werden. Immerhin sind die USA beim Klimaschutz jetzt wieder mit an Bord. War US-Präsident Donald Trump noch vom Pariser Klimaabkommen mit dessen Ziel, die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, ausgestiegen, so hat nun das Treffen der sieben führenden Industrienationen, der G7, im britischen Cornwall gezeigt, dass Trump-Nachfolger Joe Biden diesen Ausstieg wie erwartet zurücknehmen will.

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Die Motivation für mehr Klimaschutz und weniger CO2 läuft künftig einfach über die Bepreisung des Gases bei den Emittenten – also bei Privaten und Unternehmen. Beim CO2-Preis ist das Ende der Fahnenstange damit auf jeden Fall noch lange nicht erreicht. Die Spekulation auf steigende Preise ist damit fast wie ein no brainer, also etwas, bei dem man so gut wie nichts falsch machen kann. Ein Zertifikat auf den CO2-Preis sollte deshalb in keinem gut strukturierten Derivate-Portfolio fehlen. Hier scheint eine Kursverdopplung schon in wenigen Jahren fast wie eine abgemachte Sache.

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