Ein vielversprechender Megatrend

Da waren ganz schnell 50 Prozent Gewinn drin. Nur wenige Wochen nach Erstempfehlung bei Start des Satelliten-Musterdepots hat es die Aktie von Rock Tech Lithium wie im Lift nach oben gezogen. Der Kurs des Lithium-Spezialisten kletterte von etwa 2,75 auf über 4,0 Euro. Seither ist der Titel wieder etwas zurückgekommen, hat sich aber auf erhöhtem Niveau stabilisiert.

Im aktuellen Kurs noch nicht enthalten: Operativ kommt Rock Tech mit seinem Projekt des Baus eines Converters zur Erzeugung von Lithiumhydroxid als Ausgangsstoff für Batterien für E-Autos schnell voran. Gut informierten Kreisen zufolge soll die Standortsuche für die Fabrik in ostdeutschen Bundesländern in der Nähe grosser Lithiumverbraucher – etwa Auto- oder Chemiekonzernen – weit fortgeschritten sein. Zudem soll Rock Tech den Bau eines zweiten Converters mit Baubeginn möglicherweise noch Ende 2022 auf der Liste haben.

Lithium: Wer wagt, gewinnt

Das würde das Potenzial des Unternehmens nochmals deutlich anheben. Doch allein schon in der ersten Lithiumfabrik stecken enorme Chancen. Nach Aufnahme der Produktion Ende 2023 und in etwa einer Vollauslastung ab 2024 könnte das Ergebnis von Rock Tech bereits in drei Jahren im Bereich von 2,0 Euro je Aktie liegen. Die neue Fabrik würde das Gewinnniveau dann etwa sechs bis zwölf Monate später nochmals geschätzt um 50 Prozent anheben.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Satelliten-Portfolio der HZ Musterportfolios.

Solange die Fabrik allerdings noch nicht läuft und die erwarteten Gewinne noch nicht sprudeln, ist hat die Aktie spekulativen Charakter. Aber das ist immer das Problem an der Börse und mit Aktien: Liegen alle Fakten auf dem Tisch und ist die Unsicherheit weg und damit das Risiko nur noch gering, sind auch die Kurse hoch oder sogar ausgereizt und Anleger können dann nichts mehr verdienen.

Alle risikofreudigen Anleger steigen bei Rock Tech deshalb jetzt ein. Das E-Auto-Thema ist einfach ein exzellentes Kaufargument. In den nächsten Monaten sind positive News zu erwarten. Bis Ende Jahr könnte sich der Kurs verdoppeln.

Verkannte Mobilezone

Nicht vom Fleck kommt mobilezone. Bereits seit Ende April dümpelt die Aktie des Telefondienstleisters in einer engen Trading-Range zwischen etwa 10,0 und 11,50 Franken. Dabei läuft es beim Betreiber von Telefongeschäften und seinem Angebot von Geräten oder Tarifen rund.

Zwar litt auch mobilezone im Corona-Jahr unter den Lockdowns. So fielen Umsatz und Gewinn des Konzerns aus Rotkreuz im Kanton Zug um 6,6 Prozent und 22,3 Prozent auf 1,2 Milliarden und 34,5 Millionen Franken. Doch selbst im Krisenjahr lag das Ergebnis je Aktie bei rund 0,75 Franken. Bei einem 14er-KGV und einer Dividendenrendite für 2020 von 5,2 Prozent ist das für ein Pandemiejahr ein ausgezeichnetes Ergebnis.

Dieses Jahr soll deutlich besser werden. Zwar dürft der Umsatz auf etwa 950 Millionen Franken fallen. Doch die operative Marge vor Zinsen und Steuern könnte sich dennoch auf rund 7,0 Prozent verdoppeln und das operative Ergebnis dadurch von 44,0 auf 61,0 bis 66,0 Millionen Franken steigen. Der Gewinn je Aktie wird bei über 1,0 Franken erwartt. Dank des stabilen Geschäftsmodells, einer hohen Dividende und nachhaltig hohen Gewinnen ist mobilezone ein klarer Kauf. Die Vorlage der Halbjahreszahlen am 20. August könnte den Kurs deutlich anschieben.

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