Wenn man denkt es geht nicht mehr, dann steigen die Kurse von Biontech und Moderna doch noch mal in völlig neue Dimensionen. War es zuerst der Impfstoff gegen Corona, der die beiden Biotech-Companies beflügelt hat, so kommt nun zusätzlicher Schub durch die geplante Entwicklung von mRNA-Impfstoffen gegen weitere schwere Krankheiten darunter etwa Krebs hinzu.

Diese Weiterentwicklung der Impftechnologie der beiden Unternehmen brachte Moderna und Biontech Anfang der Woche Kursgewinne von fast 20 Prozent. In weniger als zwei Jahren hat sich der Börsenwert der beiden Biotechs damit verzehn- und verzwanzigfacht. Durch Corona stehen die beiden Firmen eben auf dem Präsentierteller der Börsianer und Neuerungen wie jetzt eine Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebst werden bei Anlegern hochgejubelt.

Ein Wirkstoffentwickler, der zwar auch ein Medikament gegen Krebs in der Entwicklung hat, aber mangels Bekanntheit nicht im Geringsten im Fokus der Anleger steht, ist Sensei Biotech. Seit dem Börsengang im Februar hat sich der Kurs gedrittelt.

Sensei: eine gute Gelegenheit zum Einstieg

Das könnte eine gute Gelegenheit zum Einstieg sein. Wie gut informierte Quellen berichten, soll der Sensei-Wirkstoff gegen Krebs bereits erfolgreich auf seine Wirksamkeit getestet sein und jetzt sind noch die üblichen, gesetzlich vorgeschriebenen, Studien zu absolvieren. Es könnte Branchenkennern zufolge zwar noch etwa zwei bis vier Jahre dauern, bis ein Krebs-Impfstoff des Unternehmens auf den Markt kommt. Aber dann wäre das Potential in einem jährlichen Milliardenmarkt gigantisch.

Gerüchten zufolge soll es bei Sensei möglicherweise noch im dritten Quartal oder aber bis Jahresende eine Reihe positiver News geben. Nachdem die Aktie inzwischen völlig ausverkauft ist, nehmen wir den Titel in das Musterdepot auf.

Um die notwendige Liquidität zu schaffen, steigen wir bei Valiant aus. Die Aktie der Bank ist zwar massiv unterbewertet. Aber trotz guter operativer Entwicklung und Expansion kommt der Titel einfach nicht voran. Valiant steckt im Moment einfach in der Value-Falle: Die Aktie ist günstig und könnte das noch längere Zeit bleiben. Dennoch bleibt der Wert unter Beobachtung und wir werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen.

Bei Rock Tech Lithium geht es dagegen zusehends nach oben. Alleine seit der erneuten Empfehlung vor einer Woche bringt die Aktie ein Plus von 20 Prozent. Seit Start des Satelliten-Musterdepots Anfang Juni beträgt der Gewinn damit schon 40 Prozent. Da ist aber noch viel mehr drin. Tatsächlich berichtete der Lithium-Experte vor wenigen Tagen über verschiedene operative Fortschritte, die wir jetzt unbedingt nachreichen wollen.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Satelliten-Portfolio der HZ Musterportfolios.

So sind die Standortgespräche für den Converter, mit dem Lithium in Lithiumhydroxid weiterverarbeitet werden soll, weit fortgeschritten. Aber nicht nur ein oder zwei Converter – Rock Tech will jetzt sogar mehrere Konverter in kurzer Zeit hintereinander aufbauen. Das Geschäftspotential wird dadurch natürlich enorm gesteigert.

Mit grossen Zulieferern für den Bau der Converter, etwa für die Brennöfen oder Kristallisatoren, laufen ebenfalls Gespräche in fortgeschrittenem Stadium. Baubeginn soll im Frühjahr 2022 sein. Zudem hat das ursprünglich relativ kleine Explorer-Unternehmen den Personalbestand in den letzten Monaten massiv auf 40 Mitarbeiter ausgebaut.

Lithium-Thema bekommt Rückenwind

Damit nicht genug. Da Rock Tech das Lithium aus seiner eigenen Mine in Kanada in den geplanten Convertern in Deutschland und möglichen weiteren Standorten etwa in Rumänien weiterverarbeiten will und mit jedem Converter der dafür erforderliche Lithium-Input steigt, laufen bei Rock Tech inzwischen Vorarbeiten – etwa Genehmigungsverfahren mit den Behörden in Kanada – um weitere Lithium-Vorkommen im eigenen Gebiet in Georgia Lake zu erschliessen.

Rückenwind bekommt das Lithium-Thema jetzt nicht nur wie bereits vergangene Woche geschildert durch striktere politische Umwelt-Vorgaben wie dem Aus von Verbrennungsmotoren ab 2035, sondern auch von den Autobauern selbst. So hat Daimler vor wenigen Tagen angekündigt, nun auch selbst Gigafabriken für den Bau von Batterien hochzuziehen um dort für etwa drei bis vier Millionen Daimler-Elektroautos im Jahr die eigenen Akkus herzustellen.

Wie jetzt aktuelle Studien von Klimaforschern zeigen, läuft die Klimaerwärmung schneller als bisher befürchtet. Bereits bis 2030 soll sich die Atmosphäre im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um 1,5 Grad erwärmen und nicht erst bis 2040. E-Mobilität wird sich damit zusehends beschleunigen und dürfte nicht mehr zu stoppen sein.

Rock Tech Lithium sitzt mit seinem Geschäftsmodell – nicht nur Abbau von Lithium in der eigenen Mine, sondern auch Veredelung des Rohstoffs – fast wie eine Spinne mitten im Netz eines Megatrends. Die Story ist hochspannend, die Aktie mehr als vielversprechend.

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