Wir hatten das bereits Anfang Dezember prognostiziert und jetzt kommt es wie erwartet: Kleine Titel, die in den letzten Wochen und Monaten des alten Jahres besonders unter Druck geraten sind, zischen jetzt so richtig ab. Denn diese Verlierer von 2021 wurden von Anlegern zum Jahresschluss oft aus steuerlichen Gründen noch rasch aus den Depots geschmissen.

Kleine Aktientitel kommen zurück

Da die Storys sich aber bei den meisten Werten nicht verändert haben, kommen diese «Steuerflüchtlinge» jetzt gleich im neuen Jahr zurück und steigen bei den Verliereraktien wieder ein. Rock Tech Lithium und Saturn Oil & Gas zählen im Depot zu den kleinen Titeln, die in den letzten Wochen des Jahres unter Druck geraten waren. Und nun zieht es diese beiden wie erwartet steil nach oben.

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Rock Tech Lithium gewinnt am ersten Börsentag über 10 Prozent und Saturn Oil & Gas legt ebenfalls zweistellig zu. Wir bleiben bei den Werten an Bord.

Wie zerronnen, so gewonnen

Mit Rückenwind durch diese beiden Titel, aber auch wegen Gewinnen bei anderen Depotmitgliedern wie Meyer Burger um rund 2 Prozent am ersten Handelstag im neuen Jahr kann das Satelliten-Portfolio den breiten Aktienmarkt zum Jahresstart deutlich abhängen.

Immerhin war das Depot seit November insbesondere wegen der Kursschwäche der genannten drei Firmen massiv unter Druck geraten und hatte dabei im Vergleich zum breiten Aktienmarkt mehr als 15 Prozentpunkte an Wert verloren. Aus dieser Kursdelle könnte nun wieder eine klare Outperformance werden.

Mynaric statt Feintool

Um diesen realen oder auch erhofften «Kurserholungseffekt» noch besser zu nutzen, steigen wir bei Feintool aus und nehmen Mynaric neu in das Portfolio auf. Das Technologieunternehmen aus München ist auf Laserkommunikation im Weltraum spezialisiert. Die Aktie stand im vergangenen Jahr enorm unter Druck. Seit August hat sich der Kurs fast halbiert.

Wir gehen davon aus, dass Mynaric nach dem Horrorjahr 2021 in diesem Jahr zu den Gewinneraktien zählen wird. Denn die Story ist nicht nur voll intakt, sondern nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Mynaric hatte viele Jahre an seinen Satellitenterminals für Laserkommunikation geforscht und entwickelt. Nun sind die Produkte marktreif. Ende des vergangenen Jahres erhielt Mynaric bereits erste Grossaufträge, darunter beispielsweise vom US-Rüstungskonzern Northrop Grumman.

Für die nächsten Jahre erwarten Analysten massive Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei Mynaric. Gehen die Experten im Konsens für 2021 nur von Umsätzen des Unternehmens von 11,7 Millionen Euro aus, so sollen es 2024 – also in drei Jahren – 253 Millionen Euro sein. Aus einem geschätzten Verlust von 6,80 Euro je Aktie im Jahr 2021 soll so in drei Jahren ein Gewinn von 10,36 Euro je Anteil werden.

Geht die Story auf, dann könnte Mynaric bei einer im Branchenvergleich noch moderaten Bewertung mit 20er-KGV bis 2024 auf etwa 200 Euro klettern. Die Aktie hat damit also in wenigen Jahren das Zeug zum Vervierfacher!

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