Die Nachfrage nach neuen Flugzeugen könnte um etwa die Hälfte einbrechen, falls die weltweiten Reisebeschränkungen als Folge des Coronavirus für insgesamt sechs Monate anhalten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger.

Bis 2030 dürften 10'460 weniger Jets Abnehmer finden, als dies ohne die Pandemie der Fall gewesen wäre, so der schlimmste in der Studie erörterte Fall. Im besten Fall käme es zu einer schnellen Erholung, in dem die Beschränkungen nach zwei Monaten aufgehoben würden und der Rückgang auf 790 Flugzeuge begrenzt bliebe.

Airbus machte ein Gewinnwarnung

Für Investoren in Boeing und Airbus sind das trübe Aussichten. Liefen die Fabriken dort vor kurzem noch mit Volldampf, so überlegen die Flugzeugbauer jetzt, wie die nötigen und in der Geschichte beispiellosen Produktionskürzungen am besten bewältigt werden können.

Airbus warnte letzten Monat, dass die Gewinnziele dieses Jahr verfehlt würden. Die Deutsche Lufthansa AG kündigte am Dienstag als erste grosse Fluggesellschaft an, die Flotte deutlich zu verkleinern.

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Annahmen für die Schätzungen im pessimistischsten Fall sind eine Erholung der Luftverkehrsmärkte auf 80 Prozent des Niveaus von vor der Krise bis Sommer 2022. Im optimistischsten Szenario wäre der Markt bereits Ende 2020 wieder bei 100 Prozent.

(bloomberg/mbü)