ABB Sécheron verzichtet auf die geplante Auslagerung eines Teils ihrer Aktivitäten von Genf nach Polen. 85 feste und Dutzende temporäre Arbeitsplätze werden gerettet.

Die ab Sommer 2020 zum japanischen Hitachi-Konzern gehörende ABB Sécheron hat beschlossen, die Herstellung von Traktionstransformatoren am Standort Genf zu konzentrieren. Dies sei ein hervorragende Nachricht für den Kanton, teilte die Genfer Wirtschaftsdirektion am Donnerstag mit.

Die Ankündigung von ABB Sécheron im November 2017, den Standort zu nach Polen zu verlegen, hatte bei den Mitarbeitern in Genf einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Arbeitnehmer legten die Fabrik während einer Woche mit einem Streik lahm.

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Geschäftsleitung, der Arbeitnehmer und der Gewerkschaft Unia hatte unter dem Vorsitz von Wirtschaftsvorsteher Pierre Maudet (FDP) mehrere Varianten zur Begrenzung der Arbeitsplatzverluste ausgelotet. In der Genfer ABB-Fabrik arbeiteten 2017 insgesamt rund 250 Mitarbeiter.

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(awp/mlo)