Der Frühling ist für die Schweizer Autohändler die wichtigste Jahreszeit. Nach einem guten Monat März gibt sich die Branche daher vorsichtig optimistisch für den weiteren Jahresverlauf.

Seit einem Monat sind die Schauräume der Schweizer Garagisten wieder geöffnet, nach der pandemiebedingten Schliessung im Januar und Februar. Seitdem habe die Nachfrage angezogen: Im März sei der Auto-Markt der Schweiz und des Fürstentums Liechtensteins erstmals seit Beginn der Coronakrise gegenüber dem Vorjahresmonat wieder gewachsen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands Auto-Schweiz.

Erstes Plus seit Dezember 2019

Mit 25'200 erstmals in Verkehr gesetzten Personenwagen resultierte im März ein Plus zum Vorjahresmonat von 44 Prozent. Dies war das erste Plus seit Dezember 2019. Dank dieses Zugewinns, der dem markanten Corona-Einbruch im März 2020 auf 17'600 Registrierungen zuzuschreiben war, stehe nach dem ersten Quartal sogar ein kleines Marktwachstum von 1,9 Prozent auf 56'500 Neuimmatrikulationen zu Buche.

Über die Entwicklung der Nachfrage entscheide aber die Pandemie- und Lockdown-Situation. Zudem könnte der Versorgungsengpass bei Mikrochips zu Lieferverzögerungen bei einzelnen Modellen führen. Auto Schweiz hofft aber nach wie vor, in diesem Jahr 270'000 neue Personenwagen in Verkehr zu setzen. Im Vorjahr waren es knapp 237'000 gewesen.

Noch 63 Prozent reine Verbrenner

Der Marktanteil der Modelle ohne reinen Benzin- oder Dieselantrieb sei im ersten Quartal weiter auf 37 Prozent gestiegen nach 21 Prozent vor einem Jahr. Insgesamt entfielen in den ersten drei Monaten des Jahres 20'700 Neuimmatrikulationen auf Hybrid-, Elektro-, Gas- und Wasserstoff-Antriebe, nach 11'700 im Vorjahr – ein Plus von 77 Prozent.

Davon verfügten 11'600 neue Personenwagen über einen Hybridantrieb ohne externe Lademöglichkeit, ein Zuwachs von 92 Prozent. Auch kamen seit Jahresbeginn deutlich mehr neue Elektroautos (4'700, +52 Prozent) und Plug-in-Hybride (4'300, +89 Prozent) auf die Strassen der Schweiz und Liechtensteins.

(awp, rap)