Das BAG in Bern beurteile die epidemiologische Lage bei den Nachbarstaaten auf Ebene Regionen. Dabei falle Ligurien mit einer 14-Tages-Inzidenz von rund 80 Fällen auf 100'000 Einwohner unter die Regionen mit erhöhtem Risiko. Eine weitere Differenzierung innerhalb einer Region sei nicht möglich, so das BAG.

Die Region Ligurien stehe deshalb ab dem 28. September auf der Quarantäneliste. Das BAG überprüfe die Liste regelmässig und werde sie wie bisher bei Änderungen der Lage anpassen. 

Hotspot Hafenstadt La Spezia

Die ligurischen Behörden argumentieren, dass der Ausbruch des Virus auf den Ort La Spezia zurückzuführen ist. Dort sei die Zahl bei 80 Prozent, was den Durchschnitt nach oben treibe. Die Region hat deswegen beim Schweizer Generalkonsul in Italien interveniert, wie die italienische Agentur Ansa am Freitagabend berichtete. Sie informierte auch den italienischen Aussenminister Luigi Di Maio.

Die Situation sei verzerrt

Die ligurischen Behörden sind der Ansicht, dass die Schweizer Entscheidung durch die «inhomogene» Situation in dieser Region verzerrt ist. Der Bund müsse seine Entscheidung rückgängig machen oder diese nur auf die von der Epidemie am stärksten betroffenen Gebiete anwenden.