In einem neuen Index des Weltwirtschaftsforums (WEF) zur sozialen Mobilität belegt die Schweiz den siebten Platz. Gemäss einem am Montag veröffentlichten Bericht zu diesem Thema könnte eine bessere Chancengleichheit weltweit jährlich Milliarden von US-Dollar zum Wirtschaftswachstum beitragen.

In den Index hat das WEF Faktoren einbezogen, die mit Gesundheit, Bildung, Technologie oder etwa dem Arbeitsmarkt in mehr als 80 Ländern zusammenhängen. Besser als die Schweiz positionieren sich die Skandinavier. Die ersten fünf Plätze gehen alle an die nordischen Länder.

Dänemark vor Norwegen, Finnland, Schweden und Island

So liegt konkret Dänemark vor Norwegen, Finnland, Schweden und Island. Ebenfalls geschlagen geben muss sich die Schweiz den Niederlanden. Dem Bericht zufolge fehlen ausserdem vielen Ländern die Voraussetzungen, um die Chancengleichheit und die soziale Mobilität in ihren Ländern weiter voranzubringen.

Der technologische Wandel sowie der Kampf gegen den Klimawandel dürften die sozialen Ungleichheiten ausserdem noch vergrössern, befürchtet das WEF in dem Bericht, der am Montag vor der Eröffnung der 50. Ausgabe des Forums publiziert wurde.

Die negativen Folgen einer zu tiefen Chancengleichheit seien «erheblich», sagte auch WEF-Gründer Klaus Schwab. Wirtschaft und Politik müssten sich dieser Problematik annehmen. Die Chancen für jeden seien zu verbessern.

China könnte enorm von Verbesserung profitieren

Zu den Ländern, die am meisten von einer erweiterten sozialen Mobilität profitieren könnten, gehört gemäss dem Index China. Das Reich der Mitte könnte in den nächsten zehn Jahren jährlich 103 Milliarden Dollar (rund 100 Milliarden Franken) zusätzlich erwirtschaften, wenn es gelänge, die soziale Mobilität zu erhöhen.

Um dieses Ziel weiter zu unterstützten, haben die Organisatoren des WEF eine Plattform ins Leben gerufen, die rund hundert grosse Unternehmen und ebenso viele internationale Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen zusammenführt. Bis 2030 soll so die Chancengleichheit für insgesamt eine Milliarde Menschen verbessert werden.

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(sda/gku)