Der Automarkt in China wird nach Einschätzung des chinesischen Autoindustrieverbandes CAAM im ersten Halbjahr unter der Coronavirus-Epidemie leiden. «Wir sagen einen Rückgang der Verkäufe um mehr als zehn Prozent im ersten Halbjahr voraus und um fünf Prozent für das gesamte Jahr, wenn die Epidemie vor April eingedämmt wird», erklärte der Vizechef des Verbandes, Fu Bingfeng, der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Das gehe aus einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen hervor.

Die Industrie fordere von der Regierung in Peking deshalb Steuererleichterungen sowie günstigere Finanzierungsmöglichkeiten für die Unternehmen.

Wichtig für Deutschland

Der mit rund 25 Millionen Neuwagen weltweit grösste Absatzmarkt ist auch der wichtigste Einzelmarkt für die exportstarke deutsche Autoindustrie. Jahrelang verzeichnete er stürmisches Wachstum. Im vergangenen Jahr war er bereits das zweite Jahr in Folge geschrumpft, weil der Handelskonflikt mit den USA den Konsum in China dämpfte und Importautos durch höhere Zölle verteuerte.

Wirtschaftsflaute in Deutschland – die ersten Reaktionen

Die grösste Volkswirtschaft der Eurozone wuchs 2019 nur enttäuschend schwach. Ökonomen erwarten keine schnelle Trendwende. Mehr hier.

(reuters/gku)