Das Gastgewerbe hat entsetzt auf die verordnete Schliessung der Restaurants reagiert. Sie hätten zwar Verständnis dafür, dass Massnahmen nötig seien. Aber gleichzeitig seien Hilfsmassnahmen nicht in Sicht. Deshalb seien Konkurse kaum mehr abzuwenden, zehntausende Arbeitsplätze würden verschwinden.

Wegen des Widerstands der «bürgerlichen Ständeräte» werde es die vom Bundesrat versprochene Branchenlösung nicht geben, teilte Gastrosuisse am Freitag mit. «Für unzählige Restaurants bedeute dies das Ende», wird Präsident Casimir Platzer zitiert. Die Krise werde auf dem Rücken einer einzigen Branche ausgetragen, aber geholfen werde ihr nicht.

Schaden in Milliardenhöhe

Allein um die Fixkosten zu decken, benötige die Gastronomie bis zu 600 Millionen Franken monatlich. Der Entscheid bedeute für das Gastgewerbe einen wirtschaftlichen Schaden von fast 2,5 Milliarden Franken. Gastrosuisse rufe deshalb den Bundesrat auf, zusammen mit den Kantonen schnelle Hilfsmassnahmen zu definieren.

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(awp/mbü)

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