Das Negativzinsumfeld führt zu einer Überproduktion und damit zu steigenden Leerstandsquoten am Schweizer Wohnungsmarkt. Dabei entwickeln sich die Leerstände laut einer Studie regional deutlich unterschiedlich. Am stärksten in Schieflage geraten ist das Tessin.

Null- und Negativzinsen dürften Investoren noch auf Jahre hinaus begleiten. Daher dürfte noch mehr Kapital in den mit attraktiven Renditen lockenden Immobiliensektor fliessen. Davon ist die Credit Suisse überzeugt, die am Donnerstag den Schweizer Immobilienmonitor veröffentlichte.

Leerstände in zehn Jahren mehr als verdoppelt

Das befeuert die Überproduktion auf dem Mietwohnungsmarkt, was letztlich zu weiter steigenden Leerständen führen wird. 2019 ist die Zahl der leerstehenden Wohnungen bislang bereits um 3029 auf neu 75'323 Wohneinheiten gestiegen, rechnet die CS vor. Die Leerwohnungsziffer der Mietwohnungen ist somit innert Jahresfrist auf 2,64 Prozent von 2,55 Prozent geklettert und hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Regional hat sich der Anstieg der Leerstände unterschiedlich entwickelt. 47 der 110 Schweizer Wirtschaftsregionen verzeichneten gemäss der CS eine Zunahme der Leerwohnungsziffer, 32 eine Abnahme und die restlichen 31 Regionen eine Seitwärtsbewegung.

(awp/gku)