Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie kletterte überraschend um 0,5 auf 51,3 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Freitag zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte.

Das Barometer signalisiert ab 50 ein Wachstum. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 50,5 Punkten gerechnet. «Die deutsche Wirtschaft schlägt sich im ersten Quartal 2021 trotz der strikten Lockdown-Beschränkungen weiter wacker», sagte Markit-Experte Phil Smith.

Die Konjunktur bleibt allerdings zweigeteilt: Hier die brummende und von der guten Nachfrage aus Ländern wie China profitierende Industrie, dort die unter den Corona-Restriktionen stark leidenden Dienstleister. «Die anhaltende Schwäche des Servicesektors, wo ein Grossteil der Geschäfte wegen der Eindämmungsmassnahmen entweder weiter geschlossen oder stark eingeschränkt waren, wurde erneut von der starken exportgetriebenen Entwicklung in der Industrie überkompensiert», sagte Smith.

Das Barometer für die Industrie legte um 3,5 auf 60,6 Punkte zu und markierte damit den besten Wert sei drei Jahren. Völlig anders ist die Lage im Servicesektor, wo sich der Abwärtstrend noch beschleunigt hat: Hier fiel das Barometer um 0,8 auf 45,9 Punkte, den tiefsten Stand seit neun Monaten.

(awp/tdr)

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