Nach einem Rekordrückgang auf dem Höhepunkt der Corona-Krise zogen die Bestellungen im Mai um 10,4 Prozent an, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte.

Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Plus von 15,0 Prozent gerechnet, nach minus 26,2 Prozent im April. «Die jüngsten Daten zu den Auftragseingängen sprechen dafür, dass die Industrierezession ihren Tiefpunkt durchschritten hat», erklärte das Ministerium.

Lange Aufholphase

«Das nach wie vor niedrige Orderniveau zeigt aber auch, dass der Aufholprozess noch lange nicht abgeschlossen ist.» Der vergleichsweise geringe Zuwachs aus dem nichteuropäischen Ausland deute zudem darauf hin, dass das weltwirtschaftliche Umfeld zunächst schwierig bleibe.

Die Aufträge aus dem Inland kletterten im Mai um gut zwölf Prozent zum Vormonat und die Bestellungen aus dem Ausland um knapp neun Prozent. Dabei legten die Aufträge aus der Euro-Zone um fast 21 Prozent zu, während die aus dem restlichen Ausland nur um zwei Prozent zulegten.

(reuters/tdr)