Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs um revidierte 0,5 Prozent im Vormonat, verfehlte aber die Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 2,5 Prozent gerechnet.

Wie schwer die Corona-Krise immer noch wiegt, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Gegenüber September 2019 lag die Produktion immer noch 7,3 Prozent tiefer. Auch das Vorkrisenniveau ist bei weitem noch nicht erreicht: Verglichen mit Februar, als die Pandemie Deutschland noch nicht erreicht hatte, produzierten die Unternehmen 8,4 Prozent weniger.

Nach Sektoren legten die Warenherstellung der Industrie um 2,0 Prozent zu, während das Baugewerbe seinen Ausstoss um 1,5 Prozent steigerte. Die Energieproduktion ging hingegen um 2,5 Prozent zurück. Innerhalb der Industrie erhöhte sich die Herstellung durchweg: Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgüter wurden jeweils mehr hergestellt als im Vormonat.

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Im gesamten dritten Quartal erholte sich die Industrie deutlich von ihrem Einbruch im Frühjahr. Die Gesamtproduktion stieg nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im Sommer um 10,7 Prozent. Besonders stark war der Produktionsschub in der Autoindustrie, die fast 70 Prozent mehr herstellte. Dort war der Einbruch im Frühjahr aber auch besonders drastisch gewesen.

(awp/tdr)