Konkret nahmen die Exporte gegenüber Dezember saisonbereinigt um 5,4 Prozent auf 18,86 Milliarden Franken zu. Real - also preisbereinigt - resultierte eine Zunahme um 5,7 Prozent, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Im Dezember hatten sich die Exporte in ähnlichen Ausmass zurückgebildet, nachdem sie sich davor zum Teil fulminant vom Corona-Einbruch erholt hatten.

Die aktuellen Werte sind aber nach wie vor deutlich von jenen der Vor-Corona-Zeit entfernt. So hatte die Schweizer Exportwirtschaft davor zum Teil pro Monat Waren im Wert von über 20 Milliarden Franken ins Ausland abgesetzt. Als die Krise eskalierte, sanken die Ausfuhren dann auf gut 16 Milliarden Franken.

Importe leicht im Plus

Ähnlich war die Entwicklung im Januar bei den Importen. Sie nahmen um 3,3 Prozent auf 15,28 Milliarden zu (real: +1,4%). Für die Handelsbilanz ergibt dies einen Überschuss von 3,58 Milliarden Franken.

In beide Handelsrichtungen sei die Chemie- und Pharmabranche ein Wachstumspfeiler gewesen, kommentiert die Zollverwaltung die Zahlen. So stiegen die Exporte der Branche um knapp 10 Prozent, im Bereich der Medikamente sogar um über ein Drittel. Chemie und Pharma steuert mehr als die Hälfte zu den gesamten Schweizer Exporten bei. Aber auch die Maschinen- und Elektroindustrie (+3,1%) sowie die Metallindustrie (+3,4%) steigerten im Berichtsmonat ihre Ausfuhren.

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Aufgeschlüsselt nach Absatzmärkten entwickelten sich die Ausfuhren nach Nordamerika (+18,0%) deutlich besser als jene nach Europa (+5,9%) und Asien (+3,6%).

Die Ausfuhren nach Asien wurden insbesondere von Japan gebremst, wohin rund ein Viertel weniger exportiert wurde. Die Zollverwaltung erklärt dies mit geringeren Ausfuhren der Chemie- und Pharmabranche in dieses Land.

(awp/tdr)