Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone ist so schlecht wie seit vier Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im Juli um 0,6 auf 102,7 Punkte, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen noch etwas stärkeren Rückgang auf 102,6 Zähler befürchtet.

Besonders in der Industrie machte sich angesichts von schwächerer Weltkonjunktur, Handelskonflikten und der Unsicherheiten rund um den Brexit vermehrt Pessimismus breit. Aber auch Dienstleister, Detailhändler und Baubranche meldeten eine Eintrübung. Lediglich die Konsumenten zeigten sich optimistischer.

Das Barometer sank besonders in Deutschland kräftig. Hintergrund ist, dass die exportabhängige Industrie stark unter der schwächeren Weltkonjunktur leidet. In Frankreich blieb das Barometer hingegen stabil, während es in den Niederlanden, Italien und Spanien sogar anzog.

(awp/mbü)