Der Unterhaltungskonzern Walt Disney hat dank seinen mit hauseigenen Produktionen wie «The Mandalorian» oder «Soul» bestückten Streamingdienst überraschend schwarze Zahlen geschrieben.

Disney gab zwar am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal auf 16,3 Milliarden Dollar von 20,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum bekannt. Dennoch sprang ein Gewinn je Aktie von 32 Cent für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2020 heraus.

Analysten hatten hingegen einen Verlust von 41 Cent je Aktie erwartet, da das Kino- und Themenparkgeschäft schwer unter der Corona-Pandemie leidet. So sind die bei Familien beliebten Themenparks in Kalifornien, Hongkong und Paris geschlossen.

Schon 95 Millionen Kunden bei Disney+

Der Streamingdienst Disney+ - ein direkter Konkurrent zu Netflix - glich das aber aus. Er zählte Anfang Januar knapp 95 Millionen Kunden, nachdem es Anfang Dezember noch 86,8 Millionen waren. Inklusive Hulu und ESPN+ überstieg die Zahl der zahlenden Streaming-Abos von Disney auf 146 Millionen.

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Die Aktien von Disney, die am Donnerstag bereits im regulären Handel ein Rekordhoch von 190,86 Dollar erreichten, stiegen im nachbörslichen Handel um weitere 3,6 Prozent. «Disney+ war ein grosser Erfolg und ist ein Beweis für Disneys Markenwert und Expertise im Storytelling», sagte eMarketer-Analyst Eric Haggstrom. «Dies war eine der erfolgreichsten Produkteinführungen im Consumer-Bereich in der jüngeren Vergangenheit.»

(sda/gku)