Der stark auf Asien ausgerichtete Marktdienstleister DKSH hat 2020 als Folge der Corona-Pandemie weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen dennoch eine höhere Dividende erhalten.

Die Verkäufe nahmen um 7,2 Prozent auf 10,7 Milliarden Franken ab. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte, Verkäufe und Übernahmen, betrug das Minus 4,2 Prozent, wie das in Zürich beheimatete Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wiederum nahm im vergangenen Jahr um 3,0 Prozent auf 257,5 Millionen Franken ab. Unter dem Strich blieben 164,8 Millionen als Gewinn nach Steuern und damit 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz weniger Gewinn sollen die Aktionäre in den Genuss einer höheren Dividende von 1,95 Franken pro Aktie kommen nach 1,90 Franken im letzten Jahr.

Mit diesen Zahlen hat die Gesellschaft, welche andere Firmen bei ihrer Expansion nach Asien unterstützt, die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten auf Stufe Umsatz nicht erfüllt. Die Prognosen für den Gewinn wurden aber übertroffen.

Spezialrohstoffe wuchs auch im Pandemiejahr

Alle Geschäftseinheiten von DKSH mussten 2020 mit Ausnahme von Spezialrohstoffen Umsatzeinbussen in Kauf nehmen. Bei letzterer habe DKSH das Wachstum mit bestehenden Kunden und Akquisitionen erhöhen können, heisst es weiter. Insbesondere das Life-Sciences-Geschäft, in dem die Pharma-, Lebensmittel- sowie Körperpflege-Industrien bedient werden, habe gute Resultate geliefert und steuerte rund zwei Drittel zum Geschäft bei.

Bei der Sparte Healthcare, der gemessen am Umsatz grössten Einheit, sei die Entwicklung des Patientenvolumens nur begrenzt abschätzbar und der Medizintourismus bleibe eingeschränkt, heisst es weiter. Im vergangenen Jahr habe die Corona-Pandemie und die Restriktionen dazu zu einem Rückgang der Nachfrage und im Umsatz geführt.

Die Ende 2018 eingeleitete Transformation des Fast Moving Consumer Goods Geschäfts hat sich weiter gut entwickelt. DKSH habe die Organisation verschlankt, das Produktportfolio optimiert, die Logistikprozesse verbessert und wichtige Hersteller gewonnen. Dies habe zu einem starken EBIT-Wachstum geführt, so die Gesellschaft weiter.

Effizienz und Kostendisziplin sicherstellen

Zu den Aussichten schreibt die Gesellschaft, dass der Verlauf der Pandemie nur begrenzt abschätzbar sei. DKSH sei jedoch optimistisch, dass im laufenden Jahr eine Rückkehr zu normaleren Marktverhältnissen möglich ist. Die Gruppe werde die operative Effizienz und Kostendisziplin sicherstellen.

Für 2021 erwarte DKSH einen Betriebsgewinn EBIT über Vorjahr unter Annahme sich abschwächender Covid-19 Auswirkungen wie einer Rückkehr des Tourismus und stabiler Wechselkurse, heisst es weiter. Trotz kurzfristiger Unsicherheiten bleibe DKSH hinsichtlich des langfristigen Potenzials in Asien zuversichtlich.

(awp/gku)

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