Das Aargauer Spezialitäten-Chemieunternehmen Dottikon ES hat im Geschäftsjahr 2020/21 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Das Unternehmen investiert in Kapazitätssteigerungen und neue Anlagen. Der Ausbau schreite voran und im laufenden Jahr wird weiteres Wachstum erwartet.

Der Umsatz kletterte in dem per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 25 Prozent auf 218,9 Millionen Franken, wie die Gruppe am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte sogar um 66 Prozent auf 60,6 Millionen zu, schreibt das Unternehmen, das vor allem Pharmakunden mit Wirkstoffen beliefert. Der Reingewinn wurde um rund 58 Prozent auf 52,3 Millionen gesteigert.

Die Produktionsleistung für das gesamte Geschäftsjahr, also Nettoumsatz plus Bestandsänderungen an Halb- und Fertigfabrikaten, habe im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zugenommen, schrieb Dottikon weiter. Die Zunahme an Halb- und Fertigfabrikaten resultiert aus der bereits begonnenen Fertigung des hohen Auftragsbestandes.

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Erneuter Verzicht auf Dividende

Der Anstieg hatte sich bereits angedeutet. Schon im ersten Halbjahr konnte Dottikon ES markant zulegen. Trotz des Gewinnsprungs will die Firma erneut auf eine Dividende verzichten.

Der Verlauf des Geschäftsjahres sei vom Verlauf der Pandemie geprägt gewesen. Nach über einem Jahr unter staatlicher Restriktion hätten sich jedoch viele Wirtschaftsbereiche mit den neuen Rahmenbedingungen arrangiert und Wege gefunden, dennoch ihrer produktiven Tätigkeit nachzugehen. Durch die fortschreitenden Impfkampagnen und mit einer schrittweisen Aufhebung der Restriktionen in den USA und Europa sei in der zweiten Jahreshälfte mit einer Normalisierung zu rechnen.

Das Unternehmen rechnet mit einer auch weiterhin steigenden Nachfrage auf dem Biotech-/Pharma-Markt. Der Medikamentenabsatzmarkt insgesamt werde um 5 Prozent jährlich steigen, bei patentgeschützten innovativen Medikamenten wird ein Anstieg um 7 bis 8 Prozent erwartet. Man bereite sich bereits seit Jahren auf die höhere Nachfrage vor.

Kapazitätsaufbau

Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen die Kapazitäten ausbauen und durch gezielte Investitionen Engpässe beseitigen, um den Ausstoss der bestehenden Anlagen zu erhöhen. In den nächsten Jahre sollen neue Produktions- und Trocknungsanlagen für chemische Pharmawirkstoffe erstellt werden. Für die kommenden sieben Jahre plant das Unternehmen Investitionen von rund 600 Millionen Franken und rechnet am Standort Dottikon mit 200 neuen Arbeitsplätzen. Entsprechend positiv ist der Ausblick. Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 wird ein Nettoumsatz über dem Vorjahr erwartet.

(awp/tdr)