Laut Ethikkommission gehört zur Freiheit das Recht, sich den Risiken einer Ansteckung aussetzen zu können wie sie in einer Stellungnahme schreibt. Die NEK fordert, dass am 3G-Prinzip festgehalten wird. Dieses schliesst geimpfte, genesene und negativ getestete Personen ein. Es sei verhältnismässiger und deutlich besser gerechtfertigt als eine Beschränkung des Zugangs allein auf geimpfte und genesene Personen.

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Zur Frage der Ungleichbehandlung bei den Kosten macht die Kommission keine Aussagen. Am Mittwoch hat der Bundesrat entschieden, dass ab dem 1. Oktober Kosten für den Test für das Covid-Zertifikat bei asymptomatischen Personen selbst zu bezahlen sind. NEK-Präsidentin Andrea Büchler hatte in einem Interview am Vortag die Abschaffung der Gratistests als "problematisch" bezeichnet, wenn gleichzeitig die Zertifikatspflicht ausgeweitet werde. 

Bei der erfolgreichen Bewältigung des Coronavirus bleibe gesellschaftliche Solidarität ein entscheidender Faktor, heisst es in der Stellungnahme weiter. Eine höhere Impf-Quote müsse anders erreicht werden, etwa "durch proaktive und angemessene Information und niederschwelligen Zugang für bildungsferne Bevölkerungsgruppen" (sda)