Die Digitalwährung Libra des Internetriesen soll weiterhin 2020 eingeführt werden. Doch in welchen Märkten und mit welchem Produkt Libra an den Start gehen werde, sei noch nicht entschieden, sagte Patrick Ellis, einer der fünf Verwaltungsratsmitglieder der für den Aufbau der weltweiten Digitalwährung gegründeten Libra Association, in einem Telefoninterview.

Das hänge von Gesprächen mit den Regulierungsbehörden ab. Die Widerstände gegen das Projekt von Facebook mit seinen 2,5 Milliarden Nutzern sind gross, denn Libra könnte das globale Finanzsystem durcheinanderwirbeln.

Keine Zulassung in der EU

Die EU-Länder hatten sich vor kurzem darauf verständigt, Cyberwährungen wie Libra vorerst nicht zuzulassen. Mehrere Firmen, die sich ursprünglich am Aufbau der Kryptowährung beteiligen wollten, kehrten dem Projekt in den vergangenen Monaten den Rücken.

Die Vorbehalte gegen Libra sind nicht gerechtfertigt

Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Wettbewerbsverzerrung: EU-Vertreter schiessen gegen Libra. Zu unrecht, schreibt Andreas Valda in seinem Kommentar hier.

(reuters/gku)