Nach Untersuchungen von Citywire wird es bei der aktuellen Geschwindigkeit, mit der Frauen befördert werden, noch rund zwei Jahrhunderte dauern, bis weibliche Fondsmanager den gleichen Status wie ihre männlichen Kollegen erreicht haben.

Das Tempo, in dem Frauen Fondsmanager-Funktionen übernehmen, ist der Studie zufolge «schleppend langsam». So finden sich aktuell nur 1762 Frauen unter den 16'018 aktiven Fondsmanagern weltweit. Das sind rund 11 Prozent, verglichen mit etwas mehr als 10 Prozent vor vier Jahren, wie aus der Analyse hervorgeht.

Hohe Fluktuation

Fondsgesellschaften geraten von Kundenseite zunehmend unter Druck, die Vielfalt innerhalb des Unternehmens zu verbessern, und viele in den USA und Europa sind laut dem Bericht gezwungen, Daten zu ihrer Geschlechterverteilung bereitzustellen. Von den 15 Billionen Dollar an Vermögenswerten in der Citywire-Datenbank werden nur 2,9 Billionen Dollar von Frauen, rein weiblichen Teams oder einem Team aus Frauen und Männern verwaltet.

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Fluktuation ist auch ein Problem: 42 Prozent der weiblichen Fondsmanager haben in den letzten 10 Jahren ihre Position gewechselt, verglichen mit 27 Prozent der Männer. Faktoren wie Unternehmenskultur, flexibles Arbeiten und Mutterschaftsurlaub tragen dem Bericht zufolge alle zu hoher Fluktuation bei.

Zu wenig Frauen wollen Chefin werden? Das ist zu einfach gedacht

Der geringe Anteil von Frauen in Kaderpositionen wird oft damit erklärt, dass Frauen nicht in diese Positionen wollen. Das ist aber nur das halbe Bild. Mehr hier.

(bloomberg/gku)