In Krisen wird gerne auf Gold gesetzt: Im ersten Quartal stieg die Nachfrage nach dem Edelmetall im Jahresvergleich um ein Prozent auf 1084 Tonnen, wie die Branchenorganisation World Gold Council meldet. Vor allem Anleger kauften Gold im grossen Stil: Die Investitionen in auf Gold ausgerichtete Indexfonds (ETFs) erhöhten sich um fast 300 Tonnen auf einen Rekordstand von 3185 Tonnen.

Auch die Zentralbanken stockten ihre Reserven auf um 145 Tonnen auf.  Der Absatz von Goldmünzen stieg um über einen Drittel auf knapp 77 Tonnen. 

Weniger Schmuck

Die Konsumenten kauften hingegen deutlich weniger Goldbarren. Die Käufe verringerten sich um knapp einen Fünftel auf gut 150 Tonnen. Gold wurde auch weniger für Schmuck (-39 Prozent auf 326 Tonnen) und Technologieprodukte (-8 Prozent auf 73 Tonnen) verwendet.

Weil viele Minen nach Ausbruch des Virus geschlossen wurden, verringerten sich auch die Goldförderung um drei Prozent auf 796 Tonnen - das war die schwächste Produktion seit fünf Jahren.

(mbü)