Die italienische Regierung wird die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia erneut mit rund drei Milliarden Euro unterstützen. Das bestätigte Verkehrsministerin Paola De Micheli am Montag in Rom vor der Auslandspresse.

Die Summe ist Teil eines neuen Hilfspakets zur Abfederung der Schäden durch die Corona-Krise in Italien. Die Regierung werde es in Kürze beschliessen, sagte die Politikerin. Das Hilfspaket soll nach Medienberichten eine Höhe von insgesamt rund 55 Milliarden Euro haben. Ein entsprechendes Dekret sollte am Montagabend oder am Dienstag vorgelegt werden.

Die Regierung in Rom will die seit Jahren insolvente Fluggesellschaft Alitalia im Juni verstaatlichen. Dabei soll eine neue Gesellschaft entstehen, für die die aktuelle Geldspritze gedacht ist.

10'000 Arbeitsplätze gefährdet

Alitalia macht seit 2002 keinen Profit mehr. Zahlreiche Versuche, einen privaten Käufer zu finden, scheiterten. Das Unternehmen ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen mit rund 10'000 Arbeitsplätzen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliarden-Höhe gewährt.

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(awp/mlo)