Das von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich erhobene Konjunkturbarometer zog im Berichtsmonat um 24,2 Punkte auf 110,2 Punkte an, wie die Ökonomen der KOF am Donnerstag mitteilten. Damit liege der Wert jetzt deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, hiess es weiter.

Die Coronakrise und der Lockdown hatten den Frühindikator noch im Mai auf einen historischen Tiefstand von 49,6 Punkten gedrückt. Im Juni hatte es dann eine erste leichte Erholung auf 60,6 Punkte gegeben, im Juli stieg das Barometer dann auf 85,7 Punkte an.

Von AWP befragte Ökonomen hatten einen klar schwächeren Anstieg erwartet. Die Schätzungen lagen zwischen 88,0 und 95,0 Punkten.

Der aktuelle Anstieg sei vor allem auf das Verarbeitende Gewerbe, die Gastronomie und die Auslandsnachfrage zurückzuführen, hiess es in der Mitteilung. Im Verarbeitenden Gewerbe hätten sich alle Bereiche aufgehellt, in besonderem Masse aber die Bereiche Metall und Chemie, die Elektro- und die Textilindustrie. Zudem seien die Indikatoren zur Entwicklung der Auftragseingänge, zur Beschäftigung und zur Geschäftslage im Verarbeitenden und Baugewerbe günstiger ausgefallen.

Gleich wie im Vormonat

In geringerem Umfang würden auch die Indikatoren für die Wirtschaftsbereiche Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie übrige Dienstleistungen zur Aufhellung beitragen.

Der derzeitige Stand des Barometers sei fast gleich stark wie im Vormonat, als das Barometer den stärksten monatlichen Anstieg seit Beginn der berechneten Werte Anfang der Neunzigerjahre anzeigte, hiess es weiter.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

(awp/tdr)