Den Winter verbringen die Amphibien geschützt unter Laub oder Erdhaufen, wie der Schweizer Tierschutz am Mittwoch mitteilte. Mildere Temperaturen und Niederschläge locken die einheimischen Frösche, Kröten und Molche ins Freie und auf den Weg zu jenen Tümpeln, Bächen und Weihern, in denen sie selbst als Larve mit Kiemen das Licht der Welt erblickten.

Dabei sind die Lurche - so heisst die Gattung der Amphibien auf Deutsch - oft kilometerweit unterwegs. Viele finden indessen beim Überqueren von Strassen den Tod.

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Besonders dramatisch ist das bei den Erdkröten. Da sich viele Tiere gleichzeitig zum Laichen aufmachen und sehr langsam wandern, kann es zu wahren Massakern und zur Ausrottung ganzer Lokalbestände kommen, warnt der Tierschutz.

Um die Amphibien zu retten, errichten Freiwillige jedes Jahr an besonders kritischen Stellen Sperren aus Plastik. Diese leiten die wandernden Tiere in Auffangbehälter. Die Freiwilligen sammeln sie dann ein und tragen sie über die Strasse. Jährlich kommen so 20'000 Lurche zusammen.

Nicht nur die Lurche sind auf die Vorsicht des Individualverkehrs angewiesen, sondern auch die Helferinnen und Helfer, ruft der STS in Erinnerung. Der Tierschutz appelliert an die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, insbesondere in Gewässernähe und am Rand von Feuchtgebieten mit grosser Vorsicht und angepasster Geschwindigkeit unter 30 km/h zu fahren. Falls möglich sollten für die Amphibienwanderung bekannte Strecken umfahren werden.