Die Lohnungleichheit zwischen Männer und Frauen ist bei den SBB kleiner geworden. Die Ungleicheit betrug 0,4 Prozent im Jahr 2020 zu Ungunsten der Frauen, ein Jahr davor waren es noch 1,7 Prozent.

Das hat das Kompetenzzentrum für Diversity und Inklusion der Universität St. Gallen (CCDI) ermittelt. Damit erhielt die SBB das Label «We pay fair», denn der Wert liegt unter der Toleranzgrenze von 5 Prozent, die der Bund festgelegt hat, wie die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) am Mittwoch mitteilte.

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«Diese Verbesserung ist erfreulich und darauf zurückzuführen, dass die SBB inzwischen den Unterschieden nochmals nachgegangen ist und unter anderem auch die Einstufung bei Stellenantritt geprüft hat», lässt sich SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger zitieren. Diesem Beispiel sollten andere Bahnen noch folgen.

Bei SBB Cargo wurde 2020 eine unerklärte geschlechtsspezifische Lohndifferenz von 1,1 Prozent ermittelt, bei der BLS eine Differenz von 1,5 Prozent. Bei letzterer wurde die Analyse vom Wirtschaftsprüfer DBO vorgenommen. Diese beiden Bahnen erhielten damit das Label ebenfalls. Die Analysen zur Lohngleichheit sieht das Gleichstellungsgesetz bei grösseren Unternehmen vor.

(sda/mlo)