Lonza und der Covid-19-Impfstoffhersteller Moderna vertiefen ihre Zusammenarbeit. Der Basler Pharmazulieferer wird am Standort Geleen in den Niederlanden eine neue Produktionslinie zur Wirkstoffherstellung errichten und so das Produktionsnetzwerk ausbauen. Pro Jahr sollen damit zusätzliche 300 Millionen Impfdosen hergestellt werden können, wie Lonza am Mittwoch mitteilte.

Die gesamte Kapazität für Moderna steigt damit bei Lonza auf 1 Milliarde Dosen. Für die ersten 400 Millionen Dosen habe der ehemalige CEO einen Umsatz von 110 Millionen Franken im Jahr 2021 indiziert, schreibt die ZKB in einer Marktanalyse. «Rechnen wir das hoch auf 1 Milliarde Dosen, so könnte der Lonza-Jahresumsatz mit Moderna per Ende 2022 oder im Laufe von 2023 350 bis 400 Millionen Franken erreichen», so die Bank. Zur Profitabilität habe sich Lonza nie geäussert, aber ZKB nehme an, dass diese unterdurchschnittlich sei.

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Die neue Anlage soll die Produktion Ende 2021 aufnehmen. Die Erweiterung spiegle die vertiefte Zusammenarbeit mit Moderna wider, wie es weiter heisst.

Auf zehn Jahre angelegte Zusammenarbeit

Lonza produziert bereits jetzt den Wirkstoff für die Moderna-Impfung in Visp im Wallis und in Portsmouth (USA). Erst im April wurde gemeldet, dass die Impfstofffabrikation in Visp durch drei zusätzliche Produktionslinien verdoppelt werden soll. Die beiden Firmen hatten im Mai 2020 eine auf zehn Jahre angelegte strategische Zusammenarbeit vereinbart.

(awp/gku)

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