Schweizer Unternehmen hatten auf Grossaufträge vom Milliarden-Dollar-Bahnprojekt Bioceánico gehofft. Diese Hoffnungen wurden zerschlagen, als Boliviens Ex-Staatschef Evo Morales ins Exil nach Mexiko flüchtete. «Das Ding liegt auf Eis», sagt Swissrail-Präsidentin Michaela Stöckli zur «Handelszeitung». Es fehlen die Gelder und die politischen Strukturen dazu. «Wir gehen nicht davon aus, dass es in absehbarer Zeit ein Projekt geben wird, das Bioceánico heisst.»

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Ziel war es, Schweizer Bahntechnik und Rollmaterial für das Projekt zu liefern − eine Bahnstrecke quer durch Südamerika, welche den Atlantik mit dem Pazifik verbinden sollte. Auf mehrere hundert Millionen Franken Umsatz hatte gut ein Dutzend Unternehmen in der nahen Zukunft gehofft – mit der Aussicht auf mehr. Morales war Garant und Symbol für das Mammutprojekt. Wie sein Nachfolger darüber entscheiden wird, ist ungewiss.