Der Online-Händler Amazon hat seine Technik zum Einkaufen ohne Kassen erstmals in einen grösseren Supermarkt gebracht. Das neue Lebensmittel-Geschäft in Seattle hat eine Fläche von gut 960 Quadratmetern.

Es ist damit etwa fünf Mal so gross wie die bisherigen Läden unter der Marke Amazon Go. Die Grösse der Ladenfläche sei inzwischen kein Problem mehr, betonte der zuständige Amazon-Manager Dilip Kumar im «Wall Street Journal». «Es gibt keine Obergrenze.»

Preis wird nachträglich abgebucht

In den Amazon-Go-Läden nehmen die Kunden einfach Artikel aus dem Regal und verlassen das Geschäft. Kameras und andere Sensoren wie Waagen in den Regalböden registrieren, wer welche Waren mitgenommen hat. Der Preis wird nachträglich per App abgebucht.

In der jahrelangen Entwicklung der Technologie war es laut Medienberichten eine Herausforderung für Amazon, mit grösseren Kundenzahlen zu arbeiten. Die ersten Geschäfte waren auch eher klein und mit einem überschaubaren Warensortiment.

5000 Produkte im Angebot

Inzwischen gibt es gut zwei Dutzend Läden in den USA. Das neue grössere Geschäft trägt den Namen Amazon Go Grocery und hat laut Kumar rund 5000 Produkte im Angebot. Dort können Kunden auch erstmals unverpackte Ware wie Äpfel oder Birnen einzeln kaufen.

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Amazon kaufte auch die Bio-Supermarktkette Whole Foods, behielt dort aber bisher das traditionelle Kassen-Konzept.

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(awp/gku)