Der Bezahldienst-Markt in China ist bereits hart umkämpft, allerdings tummeln sich dort bisher nur inländische Anbieter wie AliPay von der Ant Group oder WeChat Pay von Tencent.

Die vollständige Übernahme von GoPay erfolgt in einer Zeit, in der die chinesische Regierung nach dem abrupten Stopp des Ant-Börsengangs die Zügel bei der Regulierung im Finanzsektor anzieht. Unter anderem wurden wettbewerbsrechtliche Ermittlungen gegen Alibaba auf den Weg gebracht und Ant zum Konzernumbau angehalten.

Welche Summe Paypal auf den Tisch legte, ist nicht bekannt. Der Online-Zahlungsdienst hatte vor gut einem Jahr 70 Prozent an GoPay gekauft und wurde damit die erste ausländische Firma mit einer Lizenz, um Online-Zahlungsdienstleistungen in der Volksrepublik anzubieten. PayPal wollte keine Stellung nehmen. 2019 hatte das US-Unternehmen erklärt, sich in China zunächst auf grenzüberschreitende Zahlungen für chinesische Händler und Privatleute konzentrieren zu wollen - ein Gebiet, in dem bereits viele Anbieter aus der Volksrepublik aktiv sind.

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(awp/tdr)