Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Skiorten stieg seit 2019 um fast 14 Prozent. Betrachtet man die letzten zehn Jahre, wurden Immobilien sogar fast ein Viertel teurer, wie das Immobilienbewertungsportals Realadvisor in seinem "Barometer der schweizerischen Skiorte" am Mittwoch mitteilte.

Am stärksten kletterten die Preise in Samnaun, Parsenn und Scuol mit einem Plus in den letzten 24 Monaten von 25 Prozent. Auf die letzten zehn Jahre betrachtet war der Preisanstieg hingegen in Laax und Zermatt am grössten mit fast 50 Prozent.

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Der Anstieg beschränkte sich vor allem auf Orte mit einer gut ausgebauten Ski-Infrastruktur, grosser Höhenlage und einer guten Anbindung an die Ballungszentren Zürich und Genf. Weniger deutlich stiegen die Preise in den Kantonen Waadt und Bern, in Gstaad und Schönried etwa stagnierten die Preise sogar auf dem Niveau von 2019.

Nachfrage stark gestiegen

Die Corona-Krise ist laut Realadvisor einer der Haupttreiber für den Preisanstieg. Durch die Einschränkungen würden sich immer mehr Personen eine Residenz in den Bergen wünschen. Neben der Nutzung in der Wintersaison würden die Berggebiete zudem auch als Erstwohnsitze beliebter, auch für Ausländer.

Diese Trends liessen die Nachfrage nach Immobilien in den Bergen stark steigen, gleichzeitig ging das Angebot zurück. Im Schnitt wurden 20 Prozent weniger Wohnungen ausgeschrieben, in besonders beliebten Regionen betrug der Rückgang sogar fast 40 Prozent.

Die höchsten Preise für Immobilien werden in derzeit in Verbier, St. Moritz und Zermatt gezahlt. Der Quadratmeterpreis liegt gemäss den Angaben hier deutlich über 15'000 Franken. An Wintersportorten wie Bettmeralp, Fiesch oder Alt St. Johann ist der Quadratmeter hingegen schon für deutlich unter 5000 Franken zu haben.