Die Einigung gab Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Ein Sprecher des Schweizer Wirtschaftsdepartements bestätigte am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Abschluss. Details nannte er nicht.

Ausgehandelt haben den Vertrag nach zwei Jahre langen Diskussionen auf der einen Seite die vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay sowie auf der anderen Seite die Efta-Länder Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Der genaue Inhalt des Abkommens lag vorerst nicht vor. Der Text muss in den Vertragsstaaten noch ratifiziert werden.

Mit einem Abkommen wollen die südamerikanischen Staaten die Zölle auf Industriegütern teilweise oder ganz abbauen. Im Markt der beteiligten südamerikanischen Staaten leben rund 260 Millionen Konsumenten.

Parmelin äussert sich heute

Argentiniens Wirtschaftsminister Horacio Reyser bezeichnete das Abkommen auf Twitter als «einen neuen Erfolg im internationalen Integrationsprozess Argentiniens, der unsere historische Verbindung zum europäischen Kontinent vertieft und regelt». Die Schweiz und Norwegen hätten grosses Potenzial für Investitionen.

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Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der sich bei Bekanntwerden des Deals anlässlich der Berufsweltmeisterschaften in Russland aufhielt, will sich seinem Departementssprecher zufolge am Samstag zum Durchbruch äussern.