Der sogenannte Leistungsüberschuss war um 11,2 Milliarden höher als im vierten Quartal 2018. In der Leistungsbilanz werden alle Einnahmen und Ausgaben des Landes erfasst.

Das satte Plus war laut der SNB vor allem auf die Entwicklung der Kapitaleinkommen zurückzuführen, also die Zinseinnahmen, sowie auf den Warenhandel. Das Saldo der Kapitaleinkommen lag bei 12,8 Milliarden Franken.

Die Einnahmen aus dem gesamten Warenhandel stiegen laut der SNB um 2 auf 86 Milliarden Franken an, während diejenigen aus dem Dienstleistungshandel um eine auf 30 Milliarden sanken.

Die Ausgaben im gesamten Warenhandel bewegten sich mit 66 Milliarden Franken in einem ähnlichem Rahmen wie im Vorjahr. Die Ausgaben für die Dienstleistungsimporte sanken um eine auf 26 Milliarden Franken.

Die SNB informierte zudem über die Kapitalbilanz - also über jene Geldströme, welche über die Grenze gehen. Dort resultierte ein Nettozugang von 21 Milliarden Franken bei den Aktiven. Daran hatten Direktinvestitionen einen massgeblichen Anteil.

Im gesamten Jahr 2019 kletterte der Leistungsbilanzüberschuss um 29 Milliarden auf 86 Milliarden Franken.

Devisenkäufe der SNB

Die Devisenkäufe der Nationalbank sorgten 2019 für 16 Milliarden Franken höhere Währungsreserven, wie weiter aus den Statistiken hervorgeht. Diese lagen zum Jahresende bei 826 Milliarden Franken.

Der Bestand der Auslandaktiven kletterte um 260 Milliarden 5265 Milliarden Franken, die Auslandpassiven um 324 Milliarden auf 4453 Milliarden Franken. Der Anstieg war auf beiden Seiten vor allem auf höhere Börsenkurse zurückzuführen.

Da die Passiven stärker stiegen als die Aktiven, ging das Nettoauslandvermögen um 64 Milliarden auf 812 Milliarden Franken zurück.

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(awp/tdr)