Bundespräsidentin Simonetta  Sommaruga hat mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte telefonisch über die Situation der Skigebiete während der zweiten Corona-Pandemie-Welle gesprochen. Den genauen Inhalt des Gesprächs war auf Anfrage bei ihrem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vorerst nicht in Erfahrung zu bringen.

Zuvor hatte der italienische Gesundheitsrats-Präsident Franco Locatelli die Entscheidung der Schweiz, die Skigebiete offen zu halten, enttäuschend genannt. Er und andere Wissenschaftler beraten das Gesundheitsministerium und erstellen die Corona-Lageberichte.

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Locatelli sagte der Zeitung «La Stampa», er hoffe auf geschlossene Skigebiete bis Ende Jahr. Ansonsten fordere eine Quarantäne für Reiserückkehrer aus dem Ausland.

Streit dauert an

Seit Tagen streiten die Alpenländer in Europa über eine Schliessung der Wintersportbetriebe, um einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus etwa durch Touristen vorzubeugen. Während sich Deutschland und Italien für eine Öffnung erst nach Neujahr stark machen, wollen die Schweiz und auch Österreich ihre Skigebiete gar nicht schliessen.

Seilbahnen-Präsident Hans Wicki hatte am Samstag betont, dass es seiner Ansicht nach kein vernünftiges und nachvollziehbares Argument für eine Schliessung aller Skigebiete gebe. In der Schweiz seien gewisse Skigebiete seit zwei Monaten offen, keines davon habe sich zu einem Hotspot für Virus-Ansteckungen entwickelt, sagte Wicki in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

(sda/tdr)

«Die Leute wollen einen sicheren, aber trotzdem unbeschwerten Skibetrieb»

Schweizer Skigebiete sollen weiter offen bleiben. Gäste müssen sich aber auf Änderungen gefasst machen. Stark auf digitale Konzepte setzt Laax.