Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Devisenmarkt-Interventionen im neuen Jahr massiv zurückgefahren. Im ersten Quartal setzte die Notenbank 296 Millionen Franken ein, um einer Aufwertung des Frankens entgegenzuwirken. Das geht aus den am Mittwoch auf der Internetseite der Notenbank veröffentlichten Bilanzdaten hervor.

Die Summe ist nur ein Bruchteil der 8,685 Milliarden Franken im vierten Quartal 2020. Im gesamten Jahr 2020 hatte sich die SNB in Summe mit knapp 110 Milliarden gegen eine Franken-Verteuerung gestemmt.

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Sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

Neben Fremdwährungskäufen setzt das dreiköpfige Direktorium um SNB-Präsident Thomas Jordan seit mehr als sechs Jahren auf historisch tiefe Negativzinsen zur Schwächung des aus Sicht der Notenbank hoch bewerteten Frankens. Denn die Devise ist in unsicheren Zeiten bei Investoren als sicherer Hafen gefragt. Das treibt den Wechselkurs hoch und verteuert Schweizer Waren im Ausland - und schadet somit der exportorientierten Wirtschaft.