Der Verkauf des US-Geschäfts der chinesischen Video-Plattform Tiktok an den Softwarekonzern Oracle und den Einzelhandelsriesen Walmart wird einem Medienbericht zufolge auf unbestimmte Zeit vertagt. Derzeit arbeite die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden an einem eigenen Ansatz, um mit den mutmasslichen Sicherheitsrisiken durch chinesische Technologiekonzerne umzugehen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen dem «Wall Street Journal» am Mittwoch.

Tiktok - eine Tochter des chinesischen Bytedance-Konzerns, Oracle wie auch Walmart waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Verkaufsverhandlungen waren im vergangenen Sommer gestartet.

100 Millionen monatliche Nutzer in den USA

Bidens republikanischer Vorgänger Donald Trump hatte Tiktok als ein Risiko für die nationale Sicherheit bezeichnet und befürchtete, Daten der rund 100 Millionen monatlichen Nutzer in den USA könnten an die chinesische Führung weitergereicht werden. Er forderte den Verkauf oder die Schliessung. Das Vorgehen schürte die Spannungen im Handelsstreit mit China. Tiktok, dessen Wert auf rund 60 Milliarden Dollar geschätzt wird, wies die Vorwürfe wiederholt zurück.

(reuters/gku)