Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier bleibt bei der italienischen Grossbank. Das habe er der Bank bestätigt, teilte die Hypovereinsbank-Mutter am Montag mit. Der Franzose galt Insidern zufolge als heisser Anwärter auf die Nachfolge von HSBC-Interims-Chef Noel Quinn. Medienberichten zufolge hatte Mustier bereits mit Unicredit über seine Zukunft gesprochen.

Die Bank erklärte nun, das ganze Management, inklusive Mustier, wolle sich um die erfolgreiche Umsetzung der Strategie 2023 kümmern.

Massiver Jobabbau bei HSBC

Die Absage Mustiers für das Spitzenamt bei HSBC stärkt die Stellung von Interimschef Quinn, der keinen Hehl daraus macht, den Chefposten bei Europas grösster Bank selbst permanent übernehmen zu wollen.

Quinn hatte im Sommer das Ruder bei der HSBC übergangsweise von John Flint übernommen, der nach nur 18 Monaten im Amt gehen musste. Diesem wurde vorgeworfen, die Bank nicht schnell genug auf die Eintrübung der Geschäftsaussichten vorbereitet zu haben. Vergangene Woche hatte Quinn den Abbau von 35'000 Jobs und der Verkleinerung des Geschäfts in Europa und den USA angekündigt.

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(reuters/gku)