Die USA gehen verstärkt gegen Geldwäscherei vor und verbieten dazu anonyme Briefkastenfirmen. Der Senat verabschiedete am Freitag mit überwältigender Mehrheit ein entsprechendes Gesetz, das es erleichtern soll, illegale Geldflüsse auszutrocknen.

Die meisten Unternehmen müssen demnach offenlegen, wer tatsächlich ihre Eigentümer sind. Zudem wird der Informationsaustausch zwischen den Ermittlungsbehörden verstärkt. Der amerikanische Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterzeichnen.

Nach mehreren grossen Geldwäscherei-Skandalen ist in den vergangenen Jahren der Druck auf die Behörden gestiegen, gegen Kriminelle vorzugehen. Die vergleichsweise lockeren Regeln in den USA haben es Verbrechern erlaubt, legale Vehikel zu nutzen. Nach Informationen der Weltbank wurden in den USA im Jahr 2011 fast zehnmal so viele «Firmenhüllen» mit anonymen Eigentümern gegründet, wie in 41 Steueroasen zusammen.