Die US-Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo im Sommer überraschend hochgehalten. Zwischen Juli und September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,9 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten nur 1,6 Prozent erwartet. Im Frühjahr war ein Plus von 2,0 Prozent herausgesprungen.

Trotz des von US-Präsident Donald Trump entfachten Zollkonflikts mit China stiegen die Exporte im dritten Quartal um 0,7 Prozent. Und der private Konsum, der für zwei Drittel des BIP steht, legte um 2,9 Prozent zu. Doch im Frühjahr war hier das Plus mit 4,6 Prozent noch wesentlich höher ausgefallen. Zugleich verringerten die Firmen ihre Investitionen um 3,0 Prozent - der deutlichste Rückgang binnen dreieinhalb Jahren.

Zinssenkung um 0,25 Prozent erwartet

Die US-Notenbank Fed um ihren Chef Jerome Powell hat angesichts der durch den Zollkonflikt ausgelösten Konjunkturrisiken für den Abend eine weitere Zinssenkung signalisiert. Experten erwarten eine Kappung um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

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(reuters/gku)